Burkard Schliessmann spielt Chopin im Funkhaus ein
Der renommierte deutsch-amerikanische Pianist Burkard Schliessmann nahm vom 16. – 18. März 2010 im Großen Sendesaal des Funkhauses Berlin den zweiten Teil seiner «Chopin-Schumann-Anniversary-Edition» auf, welche auf dem amerikanischen Major-Label ‚MSR-Classics‘ im Herbst 2010 weltweit erscheint. Schliessmann spielte Werke von Bach (Partita c-moll, BWV 826), Schumann (Kreisleriana op.16) und Chopin (Balladen op. 47 u. 52) ein. Um die einzigartige Akustik, die Schliessmann als „sensationell“ bezeichnet, entsprechend zu nutzen, ließ er für diese Aufnahme einen seiner eigenen Steinway-Konzertflügel anliefern, der von Georges Ammann, STEINWAY & SONS, die gesamte Zeit über technisch betreut wurde. Mit Friedemann Engelbrecht und Julian Schwenkner vom «teldex-studio Berlin» stand Schliessmann ein Aufnahme-Team zur Seite, welches tontechnisch den herausragenden Klang des Großen Sendesaales in optimaler Weise umsetzte und festhielt.
Schliessmann schwärmte insbesondere von der besonderen Verschmelzung der Klänge in diesem Saal, welche in allen Tempi und dynamischen Steigerungen stets gewährleistet ist und somit eine ganz eigene Art von Elastizität, aber auch Spannung und Atmosphäre, in seinem Spiel ermöglichte. „Jede Nuancierung wird vom Saal entsprechend nachgezeichnet und beantwortet"“ so Schliessmann. „Dadurch entsteht ein ganz persönlicher Dialog in der Interpretation im Nachzeichnen von Strukturen“.
Die besondere Stimmung des Ortes, an dem für Schliessmann die „Zeit stehengeblieben zu sein scheint“, bezeichnete er bei seinem Eintrag im Gästebuch als „ehrfurchtgebietend“. Für seine weiteren Einspielungen wird er an diesen Platz zurückkehren.
Wahrheit der Musik und Wahrheit des Klanges bilden für Schliessmann zwei untrennbare Faktoren – hier in diesem Saal hat sich für Schliessmann ein Kreis geschlossen.











